BayWa AG veröffentlicht Zahlen zum 3. Quartal 2021

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11.11.2021

Die BayWa AG bewegt sich auf ein neues Rekordergebnis im Laufe ihrer fast 100-jährigen Unternehmensgeschichte zu. Im dritten Quartal baute das Unternehmen seinen Umsatz auf 14,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,2 Mrd. Euro) aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) machte einen Sprung um rund 87 Prozent auf 191,7 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro). Vor allem im Geschäftsfeld Regenerative Energien sowie in den Segmenten Agrar und Bau liefen die Geschäfte sehr erfolgreich.

„Wir konnten einerseits das weitgehend günstige Marktumfeld nutzen und die Störungen in den internationalen Lieferketten dank unserer Aufstellung gut parieren“, sagt der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Prof. Klaus Josef Lutz. Anhaltenden Rückenwind für den Jahresendspurt erwartet er vor allem durch zahlreiche noch geplante Projektverkäufe im Geschäftsfeld Regenerative Energien sowie die Fortsetzung der dynamischen Entwicklung in den Segmenten Agrar und Bau. Lutz: „Wir ernten jetzt, was wir seit 2008 gesät haben: Unsere Strategie, den Agrarhandel zu internationalisieren, in die erneuerbaren Energien zu investieren und zuletzt unser Agrargeschäft in Nord- und Ostdeutschland neu zu strukturieren – all das zahlt sich nun aus.“

Das erneut starke Quartal im Segment Energie wurde vor allem von einem florierenden Handel mit Photovoltaik(PV)-Komponenten getragen. Das erwartet schwächere Geschäft im Geschäftsfeld Klassische Energie konnte so überkompensiert werden. Hohe Preise und mehr Volatilität an den internationalen Getreidebörsen beflügelten den Erzeugnishandel der Cefetra Group. Auch der deutsche Agrarhandel konnte den Preisanstieg bei Agrarrohstoffen für sich nutzen. Das Geschäftsfeld Technik liegt zum dritten Quartal leicht über dem bereits starken Vorjahreszeitraum. Im internationalen Obsthandel wirken die witterungs- und coronabedingten Hemmnisse noch nach; die BayWa Global Produce GmbH geht dennoch von einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau aus. Dank höherer Handelsmargen und der fast uneingeschränkten Lieferfähigkeit legte das Ergebnis im Segment Bau erneut erheblich zu. Bei normaler Witterung in den verbleibenden Wochen geht die BayWa von einer erheblichen Steigerung des operativen Ergebnisses für das Jahr 2021 aus.

Segment Energie

Das Segment Energie verzeichnet nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 3,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,7 Mrd. Euro). Das EBIT lag bei 80,1 Mio. Euro (Vorjahr: 48,0 Mio. Euro). Mit 72 Prozent höherer Gesamtleistung als im Vorjahreszeitraum war der Handel mit PV-Modulen im dritten Quartal überaus erfolgreich. Auch im Geschäftsfeld Klassische Energie gewinnen CO2-optimierte Energieträger hinzu: Die BayWa Tochter BayWa Mobility Solutions GmbH baute ihr LNG-Tankstellennetz (Liquefied Natural Gas – flüssiges Erdgas) um zwei weitere Stationen aus und der Absatz von Holzpellets legte um 31 Prozent auf rund 566.200 Tonnen zu. Rückläufig war der Verkauf von Kraftstoff und Heizöl.

Segment Agrar

Der Umsatz im Segment Agrar lag zum Ende des dritten Quartals bei 9,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,1 Mrd. Euro). Das EBIT betrug 111,4 Mio. Euro (Vorjahr: 77,5 Mio. Euro). Das Geschäftsfeld Cefetra Group profitierte bei den Agrarrohstoffen von einer hohen Nachfrage bei zugleich knappen Getreidebilanzen. Auch der Spezialitätenhandel, vor allem mit Stärkeprodukten und pflanzlichen Proteinen, verlief sehr erfolgreich. In Deutschland profitierte die BayWa unter anderem von schlechteren Getreidequalitäten in Frankreich und schloss erfolgreich Exportlücken, zum Beispiel nach Saudi-Arabien und Nordafrika. Die BayWa Agrarhandel GmbH, die seit 1. Januar 2021 die Agrarhandelsgeschäfte in Nord- und Ostdeutschland verantwortet, schlug über Ganzzug-Logistik und Ostseehäfen rund 20.000 Tonnen mehr Ware um als im Vorjahr – trotz weniger Getreidelager vor Ort. Auch in den Folgemonaten bestehen gute Absatzchancen für das Geschäftsfeld Agrar. Die weitere Entwicklung im Düngerverkauf bleibt indes nach einer guten Saison ungewiss. Grund sind die derzeit sehr hohen Preise und die gedrosselte Produktion einiger Produzenten. Bei der Landtechnik, die von einer hohen Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen sowie Service- und Werkstattleistungen profitierte, verzeichnet die BayWa volle Auftragsbücher bei Neumaschinen. Inwieweit die Bestellungen alle noch in diesem Jahr abgearbeitet werden können, hängt von der Auslieferungsfähigkeit der Hersteller ab. Diese haben mit der Verknappung im Chip-Bereich zu kämpfen. Containerknappheit, hohe Frachtkosten sowie ein Mangel an Saisonarbeitskräften haben das Ergebnis bei Global Produce belastet. Die BayWa geht davon aus, dass die Vermarktung der deutschen Apfelernte und mehr Nachfrage nach exotischen Früchten um die Weihnachtszeit das operative Jahresergebnis positiv beeinflussen. Ferner erwartet das Geschäftsfeld einen Sonderertrag aus einem Standortverkauf in Neuseeland.

Segment Bau

Das Segment Bau verzeichnet im Berichtszeitraum einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,4 Mrd. Euro). Das EBIT lag bei 61,4 Mio. Euro (Vorjahr: 39,2 Mio. Euro). Das Segment profitierte von der anhaltend guten Auslastung im deutschen Bauhauptgewerbe und verzeichnete Absatzsteigerungen über die gesamte Produktpalette hinweg, vor allem in den Bereichen Hochbau und Dach. Aufgrund eines guten Bestandsmanagements und langjähriger stabiler Lieferantennetzwerke war die BayWa nahezu uneingeschränkt lieferfähig und konnte höhere Handelsmargen realisieren. Auch die BayWa Bau Projekt GmbH, die sich in Kooperation mit regionalen Bauunternehmen im Wohnungsbau engagiert, konnte an die positive Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres anknüpfen: Sie verkaufte u. a. südlich von München die restlichen Einheiten eines Bauprojekts mit Doppelhaushälften. Aus einem Wohn- und Gewerbepark in Schrobenhausen sind bis zum Jahresende weitere Erlöse zu erwarten.

Eine Übersicht der wesentlichen Zahlen zur Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns zum 3. Quartal 2021 finden Sie als PDF zum downloaden unten auf dieser Seite:

Zahlen Q3 2021 

Quartalsmitteilung Q3 2021

Präsentation Presse Q3 2021 

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