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Case Study

Langjähriges PPA für Solar-Großprojekt in Spanien

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Ausgangssituation

Der 175 MW-Solarpark Don Rodrigo ist das erste und größte Solarprojekt in Europa, das ohne Subventionen auskommt. 

Der Park befindet sich in der Nähe von Sevilla und ist der endgültige Beweis dafür, dass es möglich ist, Strom aus Erneuerbarer Energie kostengünstiger zu produzieren, als mit irgendeiner anderen Form der konventionellen Energiegewinnung, und zwar ohne staatliche Beihilfen oder Subventionen – der lang ersehnte Moment, in dem Erneuerbare Energie Netzparität erreicht. 

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Herausforderung

Nach der Konzeption im Jahr 2012 wurde sechs Jahre an Don Rodrigo gearbeitet. Zum damaligen Zeitpunkt, als die spanische Regierung Richtlinien anwendete, um Einnahmen bei Solarprojekten aktiv zu reduzieren, fiel die Entscheidung weiterzumachen nicht leicht. 

Diese Herausforderung und das politische Risiko brachte BayWa r.e. dazu, den bis dato beispiellosen Schritt zu wagen und das Projekt ohne irgendwelche Subventionen oder Fördergelder und unabhängig von jeglicher staatlichen Beteiligung fortzusetzen.

Der Standort profitierte bereits von einer starken Sonneneinstrahlung, einem vergleichsweise ebenen Untergrund sowie einem nahegelegenen Netzanschluss und war darüber hinaus noch kostengünstig.

Die Fähigkeit, Netzparität zu erreichen und Don Rodrigo ohne jegliche staatliche Beteiligung zu bauen, war damals auf zwei entscheidende Faktoren zurückzuführen: die Reduzierung der Baukosten und den Abschluss eines langfristigen Stromabnahmevertrags (PPA – Power Purchase Agreement). 

Ein wesentlicher Faktor für den Projekterfolg und ein unbekannter Vorteil aus dem langwierigen Planungsverfahren war die beachtliche Kostenreduzierung. Die Baukosten, inklusive Material und Arbeitskraft, zusammen mit den Panel- und Systemkosten, reduzierten sich Jahr für Jahr um insgesamt 20 Prozent. 

Damit ein Projekt die Investitionsreife erreicht und für langfristige Finanzinvestoren attraktiv wird, müssen seine Einnahmen auf lange Zeit gesichert sein. Diese Voraussetzung wurde für Don Rodrigo durch einen 15-Jahres-PPA mit dem norwegischen Energieversorger Statkraft erfüllt. 

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Ergebnis

Ende 2018 wurde Europas erster kommerzieller Solarpark dieser Größenordnung fertiggestellt, der Netzparität erreichte, ohne in irgendeiner Form Subventionen zu beziehen. 

Er ist der krönende Abschluss eines langen Weges, der sechs Jahre dauerte und schließlich den Beweis lieferte, dass es möglich ist, Strom aus Erneuerbarer Energie kostengünstiger zu erzeugen als mit irgendeiner anderen konventionellen Form der Stromerzeugungstechnologie. 

Aufgrund der geschätzten Lebensdauer von über 30 Jahren wird damit gerechnet, dass das Projekt Elektrizität zu Stromgestehungskosten (LCOE – Levelized Cost of Electricity) von 25€/MWh liefern kann; eine beachtliche Zahl, wenn man Spaniens hochgerechnete Strompreise von 50€/MWh bis zu 70€/MWh dagegenhält.

Wir sind stolz Teil eines der ersten Netzparität-Projekte zu sein und es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, ein international führender Ökostromanbieter für unsere Kunden zu werden. Außerdem zeigt es, dass die vollständige Marktintegration von Erneuerbarer Energie inzwischen möglich ist

Simon Kornek
Head of Continental Long Term Portfolio, Statkraft

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