Bürgerbeteiligungen


Gemeinsam die dezentrale Energiewende gestalten.

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Das Notwendige unternehmen.

Der Wandel hin zu einer dezentralen Versorgung mit regenerativen Energien kann nicht von oben durchgesetzt und durchgeführt werden. Vielmehr müssen alle Kräfte einer Region Verantwortung übernehmen – und die notwendigen Schritte hin zu einer modernen, nachhaltigen Versorgung gemeinsam gehen.

Dazu gehören neben Kommunen, Banken und Unternehmen vor allem die Bürger der Region selbst. Heute sind viele von ihnen bereit, sich für regionale Projekte zu engagieren. Sie wollen Einfluss nehmen, sich beteiligen und die Energieversorgung von morgen aktiv mitgestalten.

Die Versorgung selbst in die Hand nehmen

Unser besonderer Beitrag zur Energiewende ist die Förderung der dezentralen Energieversorgung. Wir unterstützen Kommunen, Energiegenossenschaften und Bürgerbeteiligungen bei der planerischen Gestaltung ihrer Vorhaben, insbesondere auch der finanziellen und rechtlichen Strukturen sowie der Einholung der erforderlichen Genehmigungen. Dabei arbeiten wir auch verstärkt mit dem Genossenschaftsverband zusammen und sichern so eine professionelle Umsetzung im Sinne aller Beteiligten.

 

 

  • Dominik Fröhler

    Dominik Fröhler

     

    renerco plan consult GmbH

    T: +49 89 383932 147

  • Tilo Wachter

    Tilo Wachter

     

    renerco plan consult GmbH

    T: +49 89 383932 147

Genossenschaft – regional, stabil und eigenverantwortlich

Eine geeignete Form für diese regionale Zusammenarbeit ist die Genossenschaft. Sie schafft stabile Rahmenbedingungen, um regional eigenverantwortlich und aktiv die Energieversorgung zu sichern, die Wertschöpfung in der Region zu stärken und die Lebensqualität zu erhalten. Dabei bietet sie Landwirten, Bürgern und Kommunen gleichzeitig eine bewährte, praktikable und demokratische Rechtsform.

Die Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von natürlichen (z. B. Bürgern) bzw. juristischen Personen (z.B. Kommunen oder Unternehmen), die sich gemeinsam unternehmerisch betätigen. Mit nur drei Mindestmitgliedern ist sie einfach zu gründen, nach oben ist die Mitgliederzahl nicht begrenzt. Ein- und Austritte sind problemlos ohne die Einschaltung eines Notars möglich.

Entsprechend der demokratischen Struktur hat in der Genossenschaft jedes Mitglied eine Stimme – ganz unabhängig von der Kapitalbeteiligung.

Wie gestaltet sich das Stimmrecht?

In Genossenschaften gilt grundsätzlich das Pro-Kopf-Stimmrecht. In einer zweistufigen genossenschaftlichen Struktur können die Bürger über die Bürger-Genossenschaft gebündelt werden, die sich an einer weiteren übergeordneten Energiegenossenschaft beteiligen.

Wie wird man Genossenschaftsmitglied?

Die Mitgliedschaft wird im Rahmen der Gründung durch die Unterzeichnung der Satzung erworben. Bei einem späteren Beitritt ist die Abgabe einer Beitrittserklärung ausreichend. Der Vorstand nimmt den Beitritt an und informiert das Mitglied über die Eintragung in die Mitgliederliste.

Was ist der „gemeinschaftliche Geschäftsbetrieb“?

Bei Energiegenossenschaften stehen der gemeinschaftliche Betrieb und die eigenverantwortliche Organisation von Erneuerbare Energien-Anlagen im Mittelpunkt. Die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft ist eine Unternehmensbeteiligung und abzugrenzen von einer Finanzinvestition.

Wie haften die Mitglieder?

Die Mitglieder haften in Höhe der gezeichneten Geschäftsanteile. Die Höhe der Geschäftsanteile ist in der Satzung festgelegt. Bei Energiegenossenschaften wird in der Regel auf eine weitere Festsetzung einer Nachschusspflicht in der Satzung verzichtet.

Was sind „nachrangige Mitgliederdarlehen“?

Für die Finanzierung bestimmter Projekte kann das Mitglied seiner Genossenschaft ein Darlehen geben. Das Darlehen ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen dem Mitglied und der Genossenschaft: Die Verzinsung richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Genossenschaft, im Insolvenzfall erfolgt die Rückzahlung, nachdem alle anderen Forderungen beglichen sind.

Kann sich eine Gemeinde beteiligen?

Ja, die kommunalrechtlichen Vorgaben (Haftungsbegrenzung, öffentlicher Zweck und angemessener Einfluss) lassen sich durch Satzungsgestaltungen berücksichtigen.

Wie kann man austreten?

In der Satzung ist eine Kündigungsfrist vereinbart. Unter Einhaltung dieser Frist können die Mitgliedschaft oder einzelne Geschäftsanteile zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Die Rückzahlung des Geschäftsguthabens erfolgt nach der Generalversammlung, die den Jahresabschluss festgestellt hat.