01. Dez 2015

Spatenstich für energieeffiziente Siedlung

Foto: BayWa AG

Siedlung in Hügelshart macht Effizienzhaus Plus-Niveau wirtschaftlich attraktiv. BayWa r.e. unterstützt das Kooperationsprojekt in Augsburg.

Das Effizienzhaus Plus geht in Serie: Mit dem offiziellen Spatenstich wurde am 30. November 2015 die Bebauungsphase einer Wohnsiedlung nach Effizienzhaus Plus-Niveau eingeläutet. Das Vorzeigeprojekt in Augsburg-Friedberg verbindet hohe Energieautarkie und Wirtschaftlichkeit: Auf das Gesamtjahr betrachtet können sich die geplanten 13 Hauseinheiten in Friedberg-Hügelshart selbst mit Energie versorgen und gleichzeitig überschüssige Energie ins öffentliche Stromnetz einspeisen oder für E-Mobilität verwenden. So werden die Bewohner von Energieverbrauchern zu Energieerzeugern und können über 70 Prozent des Jahresbedarfs an Wärme- und Haushaltsstrom selbst decken. 

Kooperationsprojekt mit Beteiligung von BayWa r.e.

Große Unterstützung hat das Projekt bei der Stadt Friedberg und den zuständigen Behörden gefunden. Nach der jetzt eingeläuteten Erschließungsphase des Baugebiets soll im Frühjahr 2016 mit dem Bau der ersten Effizienzhäuser Plus begonnen werden. Geplant und realisiert wird die energieeffiziente Siedlung von der asset Grundbesitz- und Vermögensverwaltung GmbH aus Augsburg in Kooperation mit der BayWa AG. An Bord ist auch die BayWa r.e. renewable energy GmbH, die langjährige Erfahrung und technisches Knowhow im Bereich der solaren Energieversorgung in das Siedlungsprojekt einbringt. 

Günter Haug, Geschäftsführer von BayWa r.e. und zuständig für Solarsysteme, erläutert die neuartige Herangehensweise im Vergleich zu anderen Projekten dieser Art: „Unsere Anlagenkonzeption setzt ganz bewusst auf die Verwendung von vielfach am Markt erprobten Standardkomponenten und deren optimal aufeinander abgestimmte Kombination. Das bringt den Vorteil der Zuverlässigkeit, aber auch eine gute wirtschaftliche Komponente, und zwar ohne Abstriche bei der angestrebten hohen Energieautarkie.“

Optimale Kombination aus bewährten Standardkomponenten

Das Konzept von BayWa r.e. sieht eine hohe solare Deckung über die eigene Energieerzeugung gepaart mit einem intelligenten Energiemanagement vor: Die Energiegewinnung erfolgt über eine Photovoltaikanlage auf den Dächern mit südlicher Ausrichtung. Das Einfamilienhaus wird mit 44 Modulen mit einer Leistung von 11,88 kWp ausgerüstet, auf der Doppelhaushälfte werden 28 Module mit einer Leistung von 7,56 kWp platziert. So kann bei den Einfamilienhäusern ein jährlicher PV-Stromertrag von ca. 13.170 kWh und bei den Doppelhaushälften von rund 8.340 kWh pro Jahr erzeugt werden. Gespeichert wird die Energie in einer Lithium-Ionen-Batterie bzw. umgewandelt in Wärme im thermischen Wasserspeicher. Ein hauseigenes Energie-Monitoring steuert alle Anlagenkomponenten automatisch und sorgt so für eine optimale PV-Stromnutzung. Überschüssiger PV-Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist.

Das Herzstück der Wärmeerzeugung ist die Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Inverter-Technologie und thermischem Wasserspeicher. Die Wärmepumpe, die vorrangig mit Strom aus der PV-Anlage betrieben wird, erwärmt das Wasser im Speicher für die Heizungsanlage. Da solarer Strom nicht durchgängig verfügbar ist, wird die Wärmeerzeugung von einem wirtschaftlich ausgewogenen System aus Heizkreispuffer- und Batteriespeicher betrieben.

 

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der BayWa AG.

  • Felix Gmelin

    Felix Gmelin

    Corporate Communications

    BayWa r.e. renewable energy GmbH

    T: +49 89 383932-5817