13. Okt 2014

Biomethan-Projekt Barby nimmt Form an

Die Bauarbeiten an der Biomethananlage Barby gehen zügig voran. Das zugehörige BHKW kann damit planmäßig noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Bereits seit August baut BayWa r.e. an der Biomethananlage Barby und die Arbeiten gehen gut voran. Zur Anlage gehört ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das damit wie geplant noch dieses Jahr in Betrieb gehen kann. Technisch und konzeptionell ist das Projekt mit dem Bauvorhaben am Standort Dessau vergleichbar, welches ebenfalls von BayWa r.e. errichtet wurde und gerade in Betrieb genommen wird.

Die neue Biogas- und Gasaufbereitungsanlage entsteht in Sachsen-Anhalt, 30 Kilometer südöstlich von Magdeburg, nahe der Kleinstadt Barby. Die Produktionskapazitäten betragen 700 Nm³/h Biomethan und 550 Kilowatt elektrische Energie. Damit können jedes Jahr rund 64.000 Megawattstunden Biomethan und 3.500 Megawattstunden Ökostrom in das deutsche Gas- und Stromnetz eingespeist werden.

Die Biogasanlage wird auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus regionalem Anbau sowie Wirtschaftsdünger betrieben werden. Ein wichtiges Nebenprodukt dabei: stickstoffreiche Gärprodukte. Darüber freuen sich die Landwirte vor Ort, denn die Gärprodukte gelten als hervorragender organischer Dünger. Zudem wird hierdurch der Einsatz von synthetischem Mineraldünger in dieser einmaligen Ackerbauregion der Magdeburger Börde verringert.

BayWa r.e. wird im Bioenergiesektor künftig noch stärker auf Service und Dienstleistungen setzen. Dazu gehören neben dem Rohstoffmanagement insbesondere die kaufmännische, technische und biologische Betriebsführung von bestehenden Biogas- oder Biomethananlagen. Die langjährige Projekterfahrung und das erworbene Technologie-Know-how wird BayWa r.e. zunehmend im Ausland einsetzen.