22. Mai 2015

Erfolgreiches Frühjahr für die Erneuerbaren

Foto: Florian Hauser für BayWa r.e.

 

Gleich drei Ereignisse in den ersten Monaten dieses Jahres zeigen: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet voran und der Umbau zum regenerativen Stromsystem ist auf einem guten Weg.

Bereits im März hatte das deutsche Stromnetz eine Herausforderung der besonderen Art zu meistern – eine partielle Sonnenfinsternis über Deutschland. Diese Belastungsprobe haben die Stromnetze laut des Fraunhofer-Institus für Solare Energiesysteme sehr erfolgreich bestanden. Die anfängliche Befürchtung war, dass der gleichzeitige „Ausfall“ der gesamten deutschen Solarstromerzeugung die Netzstabilität empfindlich beeinträchtigen und es damit zu Stromausfällen im ganzen Land kommen könnte.

Tatsächlich fiel die Leistung der Photovoltaikanlagen innerhalb einer Stunde um rund 7,5 GW und stieg daraufhin wieder um 11,3 GW an. Dieser Sprung entspricht ungefähr der üblichen Einspeiseleistung aller deutschen Atomkraftwerke (etwa 10 GW). Die Netzbetreiber waren jedoch gut vorbereitet und konnten diese starken Schwankungen problemlos bewältigen.

Auch das Team der Technischen Betriebsführung von BayWa r.e. hat das Ereignis gespannt mitverfolgt. Mit einer betreuten Anlagenleistung von 520 MW im Solarbereich in Europa und den USA, konnte es die Entwicklung und die Auswirkungen der Sonnenfinsternis direkt nachvollziehen.

Das Frühjahrswetter sorgte außerdem für neue Rekorde in der deutschen Stromproduktion. Mit Orkan „Niklas“ in Kombination mit stellenweise sonnigem Wetter, kam es am 30. März zu einem neuen Spitzenwert: Die Stromerzeugung aus Sonne und Wind erreichte erstmals 44 Gigawatt. Gemeinsam mit Wasserkraft und Bioenergie, erzeugten die Erneuerbaren damit über 60 Prozent des deutschen Stroms. Drei Wochen später, am 21. April, kletterte auch die Solarstromproduktion auf den Rekordwert von 26 GW.