14. Jan 2015

Stürme sorgen für Windstrom-Rekord

Noch nie haben Windenergieanlagen in Deutschland so viel Strom produziert wie am vergangenen Wochenende. Der stürmische Dezember war bereits ein Rekordmonat.

Am Wochenende hat die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland eine neue Rekordmarke erreicht. Die Tiefdruckgebiete Felix und Elon sorgten für stürmisches Winterwetter und trieben die Windturbinen zu Spitzenleistungen an. Laut Netzbetreiber Tennet seien bundesweit 30.700 Megawatt ins Stromnetz eingespeist worden. Damit lieferten die Windenergieanlagen während des Sturms so viel Energie wie etwa 25 Atomkraftwerke.

Bereits im Dezember wurde ein Rekord gebrochen: Die Stromproduktion aus Windenergie war so hoch wie nie zuvor in einem Monat. 8,9 Milliarden Kilowattstunden Strom seien im Dezember eingespeist worden, berichtete das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien. Zum Vergleich: Die durchschnittliche monatliche Stromerzeugung aller deutschen Atomkraftwerke beläuft sich auf rund acht Milliarden Kilowattstunden.

Auch die von BayWa r.e. betreuten Windparks in Deutschland bestätigen diese ungewöhnlich hohe Windstromproduktion. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Stromproduktion im Dezember 2014 nahezu verdoppelt. Möglich war dies auch dank Einleitung vorbereitender Maßnahmen durch das Team der technischen Betriebsführung, als sich die Tiefdruckgebiete ankündigten. So konnten ertragsmindernde Ausfälle während der extremen Wetterverhältnisse minimiert werden. Die Überwachung der Anlagen erfolgte auch über die Weihnachtstage durch die Leitstelle in Kombination mit einer ständigen Rufbereitschaft. Somit war die vollumfängliche Betreuung der Anlagen jederzeit gewährleistet und kleinere Störungen konnten umgehend erkannt und bearbeitet werden.